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Würdigung
Die Würdigung soll das Andenken an den Verstorbenen am Leben erhalten. Sie wird vom Ersteller des Nachrufes verfasst und kann auch nur von diesem verändert werden.
© dpa - Bildfunk
Erich Kästner
* 1899 in Dresden
† 1974 in München
† 1974 in München
Erich Kästner
Der Mann wusste, was er wollte: „Wenn ich 30 Jahre bin“, teilte der junge Erich Kästner seiner Mutter mit, „will ich, dass man meinen Namen kennt. Bis 35 will ich anerkannt sein. Bis 40 sogar ein bisschen berühmt.“ Tatsächlich hatte der Dichter und Journalist gerade erst seinen 30. Geburtstag gefeiert, als ihn sein Werk „Emil und die Detektive“ in aller Welt bekannt machte.
Am 23. Februar 1899 wurde Erich Kästner in Dresden geboren. Getrieben vom Ehrgeiz der Mutter wuchs er schnell aus dem kleinbürgerlichen Milieu seines Elternhauses hinaus.
Seine vom Leben enttäuschte Mutter setzte, wie er rückblickend erzählte, „auf eine einzige Karte, auf mich“. So durchlief der kleine Erich die Schule mit Bravour und erreichte - eine Ausnahme im wilhelminischen Kaiserreich - als Sohn armer Eltern die Aufnahme in das Lehrerseminar in Dresden. Seine Erfahrungen mit brutalen Schleifern, die den jungen Mann für seinen Fronteinsatz während des Ersten Weltkrieges trimmten, machten aus dem unpolitischen Kästner einen Antimilitaristen.
Bereits während des Studiums nahm Kästner mehrere Nebenjobs an, war aber auch bei der „Neuen Leipziger Zeitung“ angestellt. In seinen ersten journalistischen Texten machte sich Kästner ebenso zum Sprachrohr der kleinen Leute wie in seinen Gedichtbänden, die in den 20er Jahren populär waren.
Kästner stieg auf, verkehrte in den linksintellektuellen Berliner Zirkeln und gehörte bald zur geistigen Elite der Weimarer Republik. Der Durchbruch gelang ihm 1929 mit „Emil und die Detektive“, das bis heute etliche Male verfilmt wurde. Kästner, so bescheinigte ihm die Kritik, konnte mit Kindern „auf Augenhöhe sprechen, ohne sich bücken zu müssen“. Dies bewies er später wieder mit „Pünktchen und Anton“, dem „Doppelten Lottchen“ und dem „Fliegenden Klassenzimmer“.
Doch die kurz darauf beginnende Herrschaft der Nationalsozialisten ab 1933 engte Kästner in seiner schriftstellerischen Arbeit ein. Er erlebte, wie seine faschismus- und militarismuskritischen Bücher in der Aktion „Wider den undeutschen Geist“ verbrannt wurden.
Zunächst durfte er nur noch unpolitische Werke veröffentlichen. 1942 schrieb er unter einem Pseudonym das Drehbuch für den Ufa-Film „Münchhausen“, erhielt aber im selben Jahr totales Schreibverbot. Kästner blieb dennoch als „Chronist vor Ort“ in Deutschland.
Den idealistischen Diskussionen um künftige Positionen, wie sie nach dem Krieg von zurückkehrenden Autoren geführt wurden, setzte Kästner handfeste Geschäftigkeit entgegen: „Wer jetzt Luftschlösser baut, statt Schutt wegzuräumen, gehört vom Schicksal übers Knie gelegt.“ In den 50er Jahren trat Kästner auf Kundgebungen gegen die Wiederaufrüstung auf.
Seine Popularität war in der Nachkriegszeit größer denn je: Er wurde mit Auszeichnungen überhäuft, erhielt 1957 den Georg-Büchner-Preis und wurde zum Präsidenten des PEN-Zentrums der Bundesrepublik gewählt.
Die letzten Jahre vor seinem Tod verbrachte Kästner zurückgezogen. Am 29. Juli 1974 starb der Schriftsteller 75-jährig in München. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof bei St. Georg im Münchener Stadtteil Bogenhausen.
Nach seinem Tod wurden in Deutschland viele Schulen nach ihm benannt. Auch Denkmale wurden ihm zu Ehren errichtet. Zu seinem 100. Geburtstag 1999 fanden ihm zu Ehren zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt.
Am 23. Februar 1899 wurde Erich Kästner in Dresden geboren. Getrieben vom Ehrgeiz der Mutter wuchs er schnell aus dem kleinbürgerlichen Milieu seines Elternhauses hinaus.
Seine vom Leben enttäuschte Mutter setzte, wie er rückblickend erzählte, „auf eine einzige Karte, auf mich“. So durchlief der kleine Erich die Schule mit Bravour und erreichte - eine Ausnahme im wilhelminischen Kaiserreich - als Sohn armer Eltern die Aufnahme in das Lehrerseminar in Dresden. Seine Erfahrungen mit brutalen Schleifern, die den jungen Mann für seinen Fronteinsatz während des Ersten Weltkrieges trimmten, machten aus dem unpolitischen Kästner einen Antimilitaristen.
Bereits während des Studiums nahm Kästner mehrere Nebenjobs an, war aber auch bei der „Neuen Leipziger Zeitung“ angestellt. In seinen ersten journalistischen Texten machte sich Kästner ebenso zum Sprachrohr der kleinen Leute wie in seinen Gedichtbänden, die in den 20er Jahren populär waren.
Kästner stieg auf, verkehrte in den linksintellektuellen Berliner Zirkeln und gehörte bald zur geistigen Elite der Weimarer Republik. Der Durchbruch gelang ihm 1929 mit „Emil und die Detektive“, das bis heute etliche Male verfilmt wurde. Kästner, so bescheinigte ihm die Kritik, konnte mit Kindern „auf Augenhöhe sprechen, ohne sich bücken zu müssen“. Dies bewies er später wieder mit „Pünktchen und Anton“, dem „Doppelten Lottchen“ und dem „Fliegenden Klassenzimmer“.
Doch die kurz darauf beginnende Herrschaft der Nationalsozialisten ab 1933 engte Kästner in seiner schriftstellerischen Arbeit ein. Er erlebte, wie seine faschismus- und militarismuskritischen Bücher in der Aktion „Wider den undeutschen Geist“ verbrannt wurden.
Zunächst durfte er nur noch unpolitische Werke veröffentlichen. 1942 schrieb er unter einem Pseudonym das Drehbuch für den Ufa-Film „Münchhausen“, erhielt aber im selben Jahr totales Schreibverbot. Kästner blieb dennoch als „Chronist vor Ort“ in Deutschland.
Den idealistischen Diskussionen um künftige Positionen, wie sie nach dem Krieg von zurückkehrenden Autoren geführt wurden, setzte Kästner handfeste Geschäftigkeit entgegen: „Wer jetzt Luftschlösser baut, statt Schutt wegzuräumen, gehört vom Schicksal übers Knie gelegt.“ In den 50er Jahren trat Kästner auf Kundgebungen gegen die Wiederaufrüstung auf.
Seine Popularität war in der Nachkriegszeit größer denn je: Er wurde mit Auszeichnungen überhäuft, erhielt 1957 den Georg-Büchner-Preis und wurde zum Präsidenten des PEN-Zentrums der Bundesrepublik gewählt.
Die letzten Jahre vor seinem Tod verbrachte Kästner zurückgezogen. Am 29. Juli 1974 starb der Schriftsteller 75-jährig in München. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof bei St. Georg im Münchener Stadtteil Bogenhausen.
Nach seinem Tod wurden in Deutschland viele Schulen nach ihm benannt. Auch Denkmale wurden ihm zu Ehren errichtet. Zu seinem 100. Geburtstag 1999 fanden ihm zu Ehren zahlreiche Gedenkveranstaltungen statt.