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Würdigung
Die Würdigung soll das Andenken an den Verstorbenen am Leben erhalten. Sie wird vom Ersteller des Nachrufes verfasst und kann auch nur von diesem verändert werden.
Ulrich Mühe
Am 25. Februar 2007 jubelte er in Los Angeles mit, als "Das Leben der Anderen" von Florian Henckel von Donnersmarck als bester nicht-englischsprachiger Film bei der Oscar-Verleihung ausgezeichnet wurde.
Die Rolle des Stasi-Hauptmanns Gerd Wiesler, der beim Bespitzeln eines Künstlerpaars sein Gewissen entdeckt, war bis dato - und schließlich endgültig - der Höhepunkt in Mühes Karriere. Diese begann für den am 20. Juni 1953 im sächsischen Grimma geborenen Mühe Anfang der 80er Jahre, als der Dramatiker Heiner Müller ihn an die Ost-Berliner Volksbühne holte. 1983 wurde der wandlungsfähige und vielseitige Schauspieler Mitglied des Ensembles des Deutschen Theaters in Berlin und mauserte sich zu dessen Star.
Mühes Engagement erstreckte sich jedoch auch aufs Politische. So sprach er am 4. November 1989 auf der Großdemonstration von DDR-Künstlern auf dem Berliner Alexanderplatz. Seine Vergangenheit hatte Mühe im vergangenen Jahr eingeholt, als er seiner mittlerweile ebenfalls an Krebs gestorbenen Ex-Frau und Kollegin Jenny Gröllmann aus "Liebling Kreuzberg" vorgeworfen hatte, für die DDR-Staatssicherheit gearbeitet zu haben. Aus der Ehe stammt die Tochter Anna Maria Mühe, die ebenfalls als Schauspielerin durch Filme wie "Was nützt die Liebe in Gedanken" bekannt ist.
Nach der Wende etablierte sich Mühe zunehmend im Kino. Dabei reichte seine Bandbreite vom Kinderfilm "Rennschwein Rudi Rüssel" über Satiren wie "Schtonk!" bis zu dem beklemmenden Drama von Michael Haneke "Funny Games". Seinen letzten Kinoauftritt hatte Mühe Anfang des Jahres in Dani Levys Satire "Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler". Seit 1998 war er auch im Fernsehen als Gerichtsmediziner Robert Kolmaar in der ZDF-Krimireihe "Der letzte Zeuge" eine feste Größe.
Die Oscar-Verleihung 2007 wurde jedoch bereits von Mühes tödlicher Erkrankung überschattet, von der er kurz zuvor erfahren hatte. Unmittelbar nach der Zeremonie hatte sich der deutlich abgemagerte Schauspieler einer schweren Magenoperation unterziehen müssen. Das Wort "Krebs" hatte er damals nicht in den Mund genommen und stattdessen in einem Interview von einem "organischen Schaden" gesprochen. Am 22. Juli 2007 starb er an Magenkrebs im sachsen-anhaltinischen Walbeck, wo er auch im engsten Kreis seiner Familie beigesetzt wurde. Posthum verlieh die Stadt Grimma ihrem prominenten Sohn die Ehrenbürgerschaft, von der Mühe kurz vor seinem Tod benachrichtigt wurde.
Die Rolle des Stasi-Hauptmanns Gerd Wiesler, der beim Bespitzeln eines Künstlerpaars sein Gewissen entdeckt, war bis dato - und schließlich endgültig - der Höhepunkt in Mühes Karriere. Diese begann für den am 20. Juni 1953 im sächsischen Grimma geborenen Mühe Anfang der 80er Jahre, als der Dramatiker Heiner Müller ihn an die Ost-Berliner Volksbühne holte. 1983 wurde der wandlungsfähige und vielseitige Schauspieler Mitglied des Ensembles des Deutschen Theaters in Berlin und mauserte sich zu dessen Star.
Mühes Engagement erstreckte sich jedoch auch aufs Politische. So sprach er am 4. November 1989 auf der Großdemonstration von DDR-Künstlern auf dem Berliner Alexanderplatz. Seine Vergangenheit hatte Mühe im vergangenen Jahr eingeholt, als er seiner mittlerweile ebenfalls an Krebs gestorbenen Ex-Frau und Kollegin Jenny Gröllmann aus "Liebling Kreuzberg" vorgeworfen hatte, für die DDR-Staatssicherheit gearbeitet zu haben. Aus der Ehe stammt die Tochter Anna Maria Mühe, die ebenfalls als Schauspielerin durch Filme wie "Was nützt die Liebe in Gedanken" bekannt ist.
Nach der Wende etablierte sich Mühe zunehmend im Kino. Dabei reichte seine Bandbreite vom Kinderfilm "Rennschwein Rudi Rüssel" über Satiren wie "Schtonk!" bis zu dem beklemmenden Drama von Michael Haneke "Funny Games". Seinen letzten Kinoauftritt hatte Mühe Anfang des Jahres in Dani Levys Satire "Mein Führer - Die wirklich wahrste Wahrheit über Adolf Hitler". Seit 1998 war er auch im Fernsehen als Gerichtsmediziner Robert Kolmaar in der ZDF-Krimireihe "Der letzte Zeuge" eine feste Größe.
Die Oscar-Verleihung 2007 wurde jedoch bereits von Mühes tödlicher Erkrankung überschattet, von der er kurz zuvor erfahren hatte. Unmittelbar nach der Zeremonie hatte sich der deutlich abgemagerte Schauspieler einer schweren Magenoperation unterziehen müssen. Das Wort "Krebs" hatte er damals nicht in den Mund genommen und stattdessen in einem Interview von einem "organischen Schaden" gesprochen. Am 22. Juli 2007 starb er an Magenkrebs im sachsen-anhaltinischen Walbeck, wo er auch im engsten Kreis seiner Familie beigesetzt wurde. Posthum verlieh die Stadt Grimma ihrem prominenten Sohn die Ehrenbürgerschaft, von der Mühe kurz vor seinem Tod benachrichtigt wurde.
