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Würdigung
Die Würdigung soll das Andenken an den Verstorbenen am Leben erhalten. Sie wird vom Ersteller des Nachrufes verfasst und kann auch nur von diesem verändert werden.
© dpa - Bildfunk
Sir Peter Ustinov
* 1921 in London
† 2004 in Genolier
† 2004 in Genolier
Sir Peter Ustinov
Peter Ustinov genoss internationale Berühmtheit. Wenn er Geburtstag hatte, gratulierte der UN-Generalsekretär im Namen der Vereinten Nationen seinem Sonderbotschafter für das Kinderhilfswerk UNICEF.
Schon die Kindheit des Peter Alexander Baron von Ustinov war durch Internationalität geprägt. Ustinov selbst erklärte einmal, er sei in St. Petersburg gezeugt, am 16. April 1921 in London geboren und in Schwäbisch Gmünd getauft worden. Der Vater war Presseattaché der Deutschen Botschaft in London, bis er sich mit Hitlers Außenminister Joachim von Ribbentrop überwarf und britischer Spion wurde. Ustinov wuchs in England auf.
Der dicke Peter wurde von seinen Mitschülern oft gehänselt. Er rettete sich, indem er die Lehrer nachmachte und dadurch die anderen zum Lachen brachte. Berühmt wurde Ustinov in Hollywood, als linkisch-verrückter Kaiser Nero in „Quo Vadis“ (1952) und als sadistischer Gladiatoren-Schinder Lentulus Battiatus in „Spartacus“ (1959), wofür er einen seiner beiden Oscars bekam. Seine Paraderolle war Agatha Christies belgischer Meisterdetektiv Hercule Poirot.
Aber das Multi-Talent wollte nie nur Schauspieler sein: Unübertroffen war Ustinov als Conférencier. Niemand konnte so perfekt die knackenden Telefonleitungen des Vatikans und das pfeifende „Ave Maria“ in der Warteschleife imitieren. Daneben schrieb er Theaterstücke und Romane, inszenierte Opern und versuchte sich als politischer Kommentator. Nicht alles konnte er gleich gut: Als Autor neigte er nach Meinung mancher Kritiker zur Langatmigkeit. Viele warfen ihm vor, sein Genie zu vergeuden. Anstatt sich auf eine Sache zu konzentrieren und etwas wirklich Großes zu schaffen, verzettele er sich.
Doch dieser Sicht liegt vielleicht ein Missverständnis zu Grunde. Seine Meisterleistung sei er selbst, schrieb einmal das amerikanische „Time Magazine“: das Gesamtkunstwerk Ustinov, „das den Raum mit Humor und Menschlichkeit erfüllt“.
Das deutsche Publikum ehrte Sir Peter Ustinov mit vielen Preisen. Er bekam Karl-Valentin-Orden und das „goldenen Schlitzohr“, den Bambi, die Goldenen Kamera und den Deutschen Kulturpreis verliehen.
Sir Peter starb am 28. März 2004, kurz vor seinem 83. Geburtstag, in einer Klinik in Genolier bei Genf. Nachdem sich der Künstler zuletzt nur noch im Rollstuhl fortbewegen konnte, musste er die letzten beiden Monate in der Klinik verbringen. Öffentliche Auftritte wurden abgesagt. Nach Angaben eines Freundes führten die Herzprobleme und die Folgen der Zuckerkrankheit schließlich zum Tod. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof in Bursins, wo Ustinov die letzten Jahrzehnte gelebt hatte.
Schon die Kindheit des Peter Alexander Baron von Ustinov war durch Internationalität geprägt. Ustinov selbst erklärte einmal, er sei in St. Petersburg gezeugt, am 16. April 1921 in London geboren und in Schwäbisch Gmünd getauft worden. Der Vater war Presseattaché der Deutschen Botschaft in London, bis er sich mit Hitlers Außenminister Joachim von Ribbentrop überwarf und britischer Spion wurde. Ustinov wuchs in England auf.
Der dicke Peter wurde von seinen Mitschülern oft gehänselt. Er rettete sich, indem er die Lehrer nachmachte und dadurch die anderen zum Lachen brachte. Berühmt wurde Ustinov in Hollywood, als linkisch-verrückter Kaiser Nero in „Quo Vadis“ (1952) und als sadistischer Gladiatoren-Schinder Lentulus Battiatus in „Spartacus“ (1959), wofür er einen seiner beiden Oscars bekam. Seine Paraderolle war Agatha Christies belgischer Meisterdetektiv Hercule Poirot.
Aber das Multi-Talent wollte nie nur Schauspieler sein: Unübertroffen war Ustinov als Conférencier. Niemand konnte so perfekt die knackenden Telefonleitungen des Vatikans und das pfeifende „Ave Maria“ in der Warteschleife imitieren. Daneben schrieb er Theaterstücke und Romane, inszenierte Opern und versuchte sich als politischer Kommentator. Nicht alles konnte er gleich gut: Als Autor neigte er nach Meinung mancher Kritiker zur Langatmigkeit. Viele warfen ihm vor, sein Genie zu vergeuden. Anstatt sich auf eine Sache zu konzentrieren und etwas wirklich Großes zu schaffen, verzettele er sich.
Doch dieser Sicht liegt vielleicht ein Missverständnis zu Grunde. Seine Meisterleistung sei er selbst, schrieb einmal das amerikanische „Time Magazine“: das Gesamtkunstwerk Ustinov, „das den Raum mit Humor und Menschlichkeit erfüllt“.
Das deutsche Publikum ehrte Sir Peter Ustinov mit vielen Preisen. Er bekam Karl-Valentin-Orden und das „goldenen Schlitzohr“, den Bambi, die Goldenen Kamera und den Deutschen Kulturpreis verliehen.
Sir Peter starb am 28. März 2004, kurz vor seinem 83. Geburtstag, in einer Klinik in Genolier bei Genf. Nachdem sich der Künstler zuletzt nur noch im Rollstuhl fortbewegen konnte, musste er die letzten beiden Monate in der Klinik verbringen. Öffentliche Auftritte wurden abgesagt. Nach Angaben eines Freundes führten die Herzprobleme und die Folgen der Zuckerkrankheit schließlich zum Tod. Seine letzte Ruhe fand er auf dem Friedhof in Bursins, wo Ustinov die letzten Jahrzehnte gelebt hatte.