Weiterleben nach dem Tod

„Tod = eine Bruchstelle, kein Ende“ – Ernst Jünger

Ernst Jünger kam am 29.03.1895 in Heidelberg zur Welt und starb am 17.02.1998 in Riedlingen. Er war ein deutscher, oftmals umstrittener Schriftsteller und interessierte sich für unterschiedliche Wissenschaften. Bekannt wurde er auch als Hobby-Insektenkundler.

 

Das Zitat stammt aus seinem Essay-Band „An der Zeitmauer” von 1959, in dem er der Bedeutung der Geschichte nachgeht und hinter jeder Trivialität einen verborgenen Sinn vermutet.


„Alles, was Wissenschaft mich lehrte und noch lehrt, stärkt meinen Glauben an ein Fortdauern unserer geistigen Existenz über den Tod hinaus.” - Wernher von Braun

 

Wernher Magnus Maximilian Freiherr von Braun wurde am 23. März 1912 in Wirsitz, dem heute polnischen Wyrzysk geboren. Nachdem er im Zweiten Weltkrieg an den V2-Raketen arbeitete, stellte er sich 1945 dem amerikanischen Alliierten und siedelte in die USA über. 1958 nahm er die amerikanische Staatsbürgerschaft an und war an der Entwicklung neuer Trägerraketen beteiligt.

 

Wegen seiner Rolle im Dritten Reich war er als Persönlichkeit umstritten. Am 16. Juni 1977 starb er an Nierenkrebs in Alexandria, Virginia.


„Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.” - Bertolt Brecht

 

Bertolt Brecht (* 10.02.1898 in Augsburg, † 14.08.1956 in Berlin) gilt als einflussreicher deutscher Dramatiker und Lyriker des 20. Jahrhunderts. Zu seinen bekanntesten Werken gehören Theaterstücke wie „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny”, „Die Dreigroschenoper” und „Mutter Courage und ihre Kinder”. Zudem gilt er als Begründer des sogenannten Epischen Theaters.

 

Wegen einer Grippeerkrankung wurde Brecht im Mai 1956 in die Charité in Berlin eingeliefert. Anschließend erholte er sich am Schermützelsee in der Märkischen Schweiz. Doch im Sommer desselben Jahres erlitt er einen Herzinfarkt. Er verstarb am 14. August 1956 Charité. Seine Beerdigung fand drei Tage später statt, wobei die Öffentlichkeit große Anteilnahme erkennen ließ. Auch Vertreter aus den Bereichen Kultur und Politik waren anwesend.


„Für einen Vater, dessen Kind stirbt, stirbt die Zukunft. Für ein Kind, dessen Eltern sterben, stirbt die Vergangenheit.” - Berthold Auerbach

 

Berthold Auerbach, geboren am 28. Februar 1812 in Nordstetten, gestorben am 8. Februar 1882 in Cannes, sollte ursprünglich Rabbiner werden. Aufgrund seiner Mitgliedschaften in verbotenen Burschenschaften wurde ihm die Ausbildung zum Rabbiner verwehrt und er arbeitete als Schriftsteller. Das Zitat wird ihm zugeschrieben.


„Wir sollen die Liebe, welche wir den Toten mit ins Grab geben, nicht den Lebenden entziehen.” - Wilhelm Raabe

 

Wilhelm Raabe wurde am 8. September 1831 in Eschershausen geboren. Er war deutscher Schriftsteller und Vertreter des poetischen Realismus. Weniger bekannt ist seine Tätigkeit als Maler. Er starb am 15. November 1910.