Dem Tode gleichgültig

„Der Tod eines Mannes ist eine Tragödie, aber der Tod von Millionen nur eine Statistik.“ – Josef Stalin

Josef Stalin wurde am 21. Dezember 1879 im georgischen Gori als Josef Wissarionowitsch Dschugaschwili geboren. Er gilt als skrupelloser und brutaler Politiker, der oftmals als Diktator bezeichnet wird.

 

Nachdem er sich im Alter von 15 Jahren mit marxistischen Schriften befasste, trat er in die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Russlands ein, beteiligte sich an revolutionären Aktionen und schloss sich später den Bolschewiken an. Ab 1912 nennt er sich „Stalin", was etwa „Der Stählerne" bedeutet. Sein Aufstieg in die oberste Reihe der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) ist beispiellos, auch weil Stalin oppositionelle Stimmen rigoros ausschaltet. Das Ergebnis seiner politischen Arbeit war eine Deportation von Millionen Menschen in Arbeitslager, den Gulags, darunter viele politische Gegner. Große Teile der Gefangenen wurden getötet. Die durch ihn vorangetriebene Kollektivierung der Landwirtschaft führte in großen Gebieten der Sowjetunion zu Hungersnöten, bei denen etwa zehn Millionen Menschen starben. Auch seine Rolle im Zweiten Weltkrieg und in der folgenden Gestaltung Europas war bedeutend, vor allem aufgrund seines Wechsels vom Bündnispartner mit den Nationalsozialisten zum Partner der Alliierten.

 

Am 1. März 1953 brach Stalin in der Nacht nach einem Essen zusammen. Vier Tage später starb er im Alter von 74 Jahren an den Folgen eines Schlaganfalls.

 

Stalins Tochter Swetlana Allilujewa wurde im März 1953 zu dem sterbenden Diktator auf dessen Datscha in Kunzewo gerufen und sagte über Stalins Ende: „Vater starb schrecklich und schwer. Gott gibt den Gerechten einen leichten Tod.”


„Das Leben ist nur ein Moment, der Tod ist auch nur einer.” - Friedrich von Schiller

 

Johann Christoph Friedrich von Schiller, * 10.11.1759 in Marbach am Neckar, † 09.05.1805 in Weimar, war ein Vertreter der Weimarer Klassik und ein Universalgelehrter, der sich mit Dichtung, Dramatik, Philosophie und Geschichte auseinandersetzte. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Theaterstücke „Die Räuber”, „Don Carlos”, „Kabale und Liebe” und „Wilhelm Tell” sowie zahlreiche Balladen.

 

Wenige Monate vor Schillers Tod verbreitete eine Zeitung irrtümlich die Nachricht, er sei gestorben. Im Februar 1805 erkrankte er tatsächlich schwer und starb am 9. Mai 1805. Im Herbst 1826 lieh sich Goethe heimlich den Schädel seines Freundes Schiller aus der Anna Amalia Bibliothek aus, um Studien zu betreiben. Das Ereignis war auch Grundlage für Goethes ebenfalls 1826 entstandene Gedicht „Bei Betrachtung von Schillers Schädel”.

 

Schillers Gebeine wurden zunächst im Kassengewölbe auf dem Jacobsfriedhof Weimar beigesetzt. Am 16. Dezember 1827 überführte man seine sterblichen Überreste in die Fürstengruft auf dem neuen Weimarer Friedhof.


„Mit dem Tod habe ich nichts zu schaffen. Bin ich, ist er nicht. Ist er, bin ich nicht.” - Epikur von Samos

 

Epikur (um 341 v. Chr. auf Samos, † um 270 v. Chr. in Athen) war ein griechischer Philosoph und Begründer des sogenannten Epikureismus. Diese philosophische Schule entwickelte eine hedonistische Lehre, d.h. eine Lehre, deren höchstes Prinzip das Streben nach Sinneslust ist.

 

Ein weiteres Grundmotiv der epikureischen Lehre ist die Betonung des Diesseits und die damit verbundene Vorstellung, dass die Seele nicht weiterlebt, sondern sich mit dem Tod auflöst. Angestrebt wurde der Zustand vollendeter Seelenruhe schon zu Lebzeiten.