Sherwin B. Nuland, geboren im Dezember 1930 in New York, USA, ist ein amerikanischer Arzt, Chirurg und Professor für Medizingeschichte an der Yale University. Zudem betätigt er sich als Sachbuchautor.
In den 90ern veröffentlichte er das Buch „Wie wir sterben. Ein Ende in Würde?”, in dem er einer breiten Öffentlichkeit beibrachte, wie wir an unterschiedlichen Krankheiten sterben, und gleichzeitig den Tod entmythologisierte.
„Wer weiß denn, ob das Leben nicht Totsein ist und Totsein Leben?” - Euripides
Über Euripides' Leben ist nicht viel bekannt. Er wurde wahrscheinlich entweder 480 oder 485 vor Christus in Salamis geboren. Euripides war einer der letzten großen Tragödiendichter des antiken Griechenlands und verkehrte mit Philosophen wie Sophokles.
Euripides nahm regelmäßig an öffentlichen Tragödienwettbewerben teil. Allerdings sind von seinen 92 Stücken nur etwa 18 Stück erhalten geblieben. Seine Tragödiendichtung war zu seiner Zeit umstritten, vielleicht weil seine Charaktere menschlicher erschienen als die seiner Vorgänger. Gleichzeitig gehörte er zu den am meisten rezipierten Tragikern der Antike. Er starb 406 v. Chr. In Pella und wurde in Makedonien begraben.
„Ich glaube, dass wenn der Tod unsere Augen schließt, wir in einem Lichte stehn, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist.” - Arthur Schopenhauer
Arthur Schopenhauer (* 22.02.1788 in Danzig, † 21.09.1860 in Frankfurt am Main) war ein deutscher Philosoph. Er lehrte, dass der Welt ein Irrationales Prinzip zugrunde läge.
Schopenhauer hielt den Tod für das bessere Leben, wobei er jedoch nicht zum Suizid auffordern wollte. Der metaphysische Wille fände umgehend eine neue Form und würde so das Lebensrad aufs Neue drehen. Der Mensch sei jedoch als höchstes irdisches Wesen in der Lage, den Willen für sich zu negieren. Diese Ablehnung oder Unterdrückung des Triebs sei der mögliche Weg in das Leben nach dem Tod.
Am 9. September 1860 erkrankte Schopenhauer an einer Lungenentzündung, an deren Folgen er wenige Tage später, am 21. September, starb.
„Möglicherweise ist ein Begräbnis unter Menschen ein Hochzeitsfest unter Engeln.” - Khalil Gibran
Gibran Khalil Gibran wurde am 6. Januar 1883 in Bischarri, Libanon, geboren und arbeitete als Maler, Philosoph und Dichter. Das Leben, die Liebe und der Tod waren seiner Ansicht nach die zentralen Punkte, die unser Sein bestimmen sollen. Sein Werk wirkt wie ein Vermittler zwischen orientalischen und abendländischen Philosophieströmungen. Am 10. April 1931 starb er in New York an Leberkrebs.
„Ist der Tod nur ein Schlaf, wie kann dich das Sterben schrecken? Hast du es je noch gespürt, wenn du des Abends einschliefst?” - Christian Friedrich Hebbel
Christian Friedrich Hebbel wurde am 18. März 1813 als dänischer Untertan in Dithmarschen geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Obwohl er sich als Lyriker und Dramatiker einen Namen machen konnte, vor allem durch Stücke wie „Maria Magdalena” (1843) und „Gyges und sein Ring” (1854), erlebte er immer wieder Phasen, in denen er bettelarm war. Zwei seiner Kinder starben schon wenige Jahre nach ihrer Geburt, und auch Hebbel selbst litt seit 1843 an Rheuma.
„Niemand weiß, was der Tod ist, ob er nicht für den Menschen das größte ist unter allen Gütern. Sie fürchten ihn aber, als wüssten sie gewiss, dass er das größte Übel ist.” - Platon
Platon, 427 v. Chr. bis 347. Chr., war ein Philosoph aus dem antiken Griechenland. 407 v. Chr. traf er mit dem griechischen Philosophen Sokrates zusammen und wurde dessen Schüler. Nach Sokrates' Verurteilung zum Tod durch einen Giftbecher, überlieferte Platon die Lehren des Sokrates in seiner Schrift „Apologien des Sokrates”, woraus auch das oben genannte Zitat stammt.
„Ich frage mich: werde ich sterben können? Manchmal fürchte ich, ich werde es nicht können. Vielleicht wird es aber gar nicht so schwer sein. Ein Arzt wird mir helfen zu sterben. Und wenn ich nicht gar zu große Schmerzen habe, werde ich verlegen und bescheiden lächeln und ihm sagen: Bitte, entschuldigen Sie ..., es ist ja das erste Mal.” - Kurt Tucholsky
Kurt Tucholsky wurde in Berlin am 9. Januar 1890 geboren. Als Schriftsteller und Journalist war er in der Weimarer Republik ausgesprochen aktiv und warnte bereits Jahre vor der Machtübernahme Hitlers vor den Gefahren der nationalsozialistischen Herrschaft.
1929 veröffentlichte Tucholsky unter seinem journalistischen Pseudonym Kaspar Hauser in der Zeitschrift „Die Weltbühne” das Gedicht „Befürchtung”, in dem ein literarisches Ich darüber sinniert, wie es denn sei zu sterben und ob es selbst das können werde. Das obige Zitat ist der letzte Absatz dieses Gedichts.
1930 zog Tucholsky dauerhaft nach Schweden, wo er am 20. Dezember 1935 - geschwächt durch eine langwierige Krankheit und eine Überdosis Schlaftabletten - starb. Lange Zeit wurde von einem Suizid ausgegangen; mittlerweile halten Historiker eine Überdosierung aus Versehen möglich.